Glossar · 25 Begriffe

Webdesign-Glossar.

Die wichtigsten Begriffe rund um Webdesign, SEO, Hosting und Performance — knapp erklärt für KMU-Entscheider, die nicht aus der Tech-Welt kommen, aber wissen wollen, worüber ihr Anbieter spricht.

Stand: 13. Mai 2026

Festpreis-Webdesign

Modell, bei dem der Bau einer Website zu einem im Vorhinein vereinbarten, verbindlichen Betrag erfolgt — unabhängig von der tatsächlich aufgewendeten Stundenzahl. Im Gegensatz zur stundenbasierten Abrechnung trägt der Anbieter das Risiko von Mehraufwand. Was im Paket enthalten ist, wird vertraglich festgelegt.

DSGVO-konformes Hosting

Webhosting, bei dem Daten ausschliesslich auf Servern in der EU (oder Ländern mit Angemessenheitsbeschluss) verarbeitet werden, mit klar dokumentierten Auftragsverarbeitungsverträgen und ohne unautorisierte Drittlandübermittlung. Voraussetzung für rechtskonformen Betrieb von Websites mit europäischen Nutzern.

Schweizer DSG

Das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG), seit 1. September 2023 in Kraft. Vergleichbar mit der EU-DSGVO, jedoch mit Unterschieden bei Bussgeldern, Auskunftsrechten und Bearbeitungsverzeichnis. Für Liechtensteiner Anbieter mit Schweizer Kunden zusätzlich zur DSGVO relevant.

Schema-Markup

Strukturierte Daten nach dem Schema.org-Vokabular, eingebettet als JSON-LD im HTML-Code. Hilft Suchmaschinen und KI-Systemen, den Inhalt einer Website präzise zu interpretieren — etwa als Unternehmen, Produkt, FAQ oder Artikel. Voraussetzung für Rich Snippets in Suchergebnissen.

Core Web Vitals

Drei von Google definierte Performance-Metriken zur Bewertung der Nutzererfahrung einer Website: LCP (Ladegeschwindigkeit), INP (Interaktivität) und CLS (visuelle Stabilität). Seit 2021 ein offizieller Ranking-Faktor in der Google-Suche. Werte werden auf Basis echter Nutzerdaten gemessen.

Largest Contentful Paint (LCP)

Zeit, bis das grösste sichtbare Element im Viewport vollständig geladen ist — meist ein Hero-Bild oder eine grosse Überschrift. Google empfiehlt einen LCP unter 2,5 Sekunden für gute Nutzererfahrung. Werte über 4 Sekunden gelten als kritisch.

Cumulative Layout Shift (CLS)

Mass für unerwartete Layout-Verschiebungen während des Seitenaufbaus — wenn etwa Texte verspringen, weil Bilder oder Werbung nachladen. Google empfiehlt einen CLS unter 0,1. Verursacht wird CLS meist durch fehlende Bildgrössen-Angaben oder Webfonts ohne Fallback.

Interaction to Next Paint (INP)

Misst die Reaktionsfähigkeit einer Website auf Benutzerinteraktionen wie Klicks oder Tastatureingaben. Hat im März 2024 die ältere FID-Metrik ersetzt. Google empfiehlt einen INP unter 200 Millisekunden. Werte über 500 Millisekunden gelten als schlecht.

Lighthouse-Score

Von Google entwickeltes Open-Source-Tool zur automatisierten Bewertung von Websites in fünf Kategorien: Performance, Accessibility, Best Practices, SEO und Progressive Web App. Werte von 0 bis 100 pro Kategorie. Ein Score von 90 und höher gilt als gut, unter 50 als problematisch.

Headless CMS

Content-Management-System, das Inhalte ausschliesslich über eine API ausliefert, ohne eigene Darstellungsschicht. Die Website oder App rendert die Inhalte unabhängig. Vorteil: gleicher Inhalt für Website, App und API. Bekannte Beispiele: Payload, Sanity, Strapi, Contentful.

Umami Analytics

Datenschutzfreundliche Open-Source-Alternative zu Google Analytics. Verzichtet vollständig auf Cookies und persönliche Identifikatoren, ist DSGVO-konform ohne Einwilligungsbanner. Wird auf eigenem Server gehostet, wodurch keine Nutzerdaten an Dritte weitergeben werden.

CMS (Content-Management-System)

Software zur Erstellung, Verwaltung und Veröffentlichung von Website-Inhalten ohne Programmierkenntnisse. Verbreitete Systeme sind WordPress, Webflow und Headless-Varianten wie Payload. Erlaubt es Betreibern, Texte, Bilder und Seiten selbst zu pflegen, ohne den Webdesigner zu beauftragen.

CDN (Content Delivery Network)

Netzwerk geografisch verteilter Server, die statische Inhalte (Bilder, CSS, JavaScript) näher beim Endnutzer ausliefern. Reduziert Ladezeiten und Serverlast. Bekannte Anbieter: Cloudflare, Fastly, BunnyCDN. Für kleine Websites mit lokalem Publikum oft verzichtbar.

SSL-Zertifikat

Digitales Zertifikat, das die Identität einer Website bestätigt und verschlüsselte Verbindungen (HTTPS) ermöglicht. Seit 2014 ein Google-Ranking-Faktor, seit 2018 als "Nicht sicher" in Chrome markiert wenn fehlend. Standard-Zertifikate von Let's Encrypt sind kostenlos und automatisch erneuerbar.

Hreflang

HTML-Attribut, das Suchmaschinen mitteilt, welche Sprachversion einer Seite welcher Region zugeordnet ist. Wichtig für mehrsprachige Websites mit gleichen Inhalten in unterschiedlichen Sprachen oder Ländern. Verhindert, dass Google die Versionen als Duplicate Content interpretiert.

Canonical-URL

HTML-Tag, der die bevorzugte Version einer Seite definiert, wenn dieselben oder ähnliche Inhalte unter mehreren URLs erreichbar sind. Konsolidiert SEO-Signale auf eine einzige Adresse und verhindert Duplicate-Content-Probleme bei Filter-Parametern, Tracking-IDs oder Druckversionen.

On-Page-SEO

Alle Suchmaschinenoptimierungs-Massnahmen, die direkt auf der Website stattfinden — Inhalte, Überschriften-Struktur, interne Verlinkung, Meta-Tags, Bilder-Alt-Texte. Unterscheidet sich vom technischen SEO (Crawling, Indexierung) und Off-Page-SEO (Backlinks, Erwähnungen).

Technisches SEO

Optimierungen an der technischen Infrastruktur einer Website, damit Suchmaschinen sie effizient crawlen und indexieren können. Umfasst Robots.txt, Sitemap, Ladezeiten, mobile Optimierung, strukturierte Daten und HTTPS. Voraussetzung dafür, dass On-Page-SEO überhaupt Wirkung entfaltet.

Meta-Description

Kurzer Textabschnitt von 120 bis 160 Zeichen, der den Inhalt einer Seite beschreibt und in den Google-Suchergebnissen unter dem Titel angezeigt wird. Beeinflusst nicht direkt das Ranking, aber stark die Klickrate. Wenn nicht gesetzt, generiert Google selbstständig einen Auszug aus dem Inhalt.

Robots.txt

Textdatei im Stammverzeichnis einer Website, die Suchmaschinen-Crawlern Anweisungen gibt, welche Bereiche sie aufrufen dürfen und welche nicht. Steuert auch den Zugriff von KI-Crawlern wie GPTBot, ClaudeBot oder PerplexityBot. Falsche Konfiguration kann eine Site komplett aus der Suche entfernen.

Sitemap.xml

Strukturierte XML-Datei mit allen relevanten URLs einer Website, optional mit Angaben zu letzter Änderung und Priorität. Hilft Suchmaschinen, neue Seiten schnell zu entdecken — besonders wichtig bei grossen Websites oder neuen Domains. Bei Google Search Console direkt einreichbar.

Open Graph

Meta-Tag-Protokoll von Facebook, das definiert, wie Inhalte beim Teilen auf sozialen Plattformen dargestellt werden — mit Titel, Beschreibung und Vorschaubild. Wird von praktisch allen Plattformen interpretiert: LinkedIn, X, WhatsApp, Telegram, iMessage. Standard-Anforderung jeder professionellen Website.

AI-SEO (AEO / GEO)

Optimierung von Inhalten, um in KI-generierten Antworten von ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews und ähnlichen Systemen zitiert zu werden. Auch Answer Engine Optimization (AEO) oder Generative Engine Optimization (GEO). Setzt auf extrahierbare Antwortblöcke, Statistiken mit Quellen und Schema-Markup.

llms.txt

Konventionelle Textdatei im Stammverzeichnis einer Website, die KI-Systemen einen kuratierten Überblick über die wichtigsten Inhalte gibt — analog zu robots.txt für Suchmaschinen. 2024 vorgeschlagen, zunehmend von KI-Crawlern unterstützt. Format: Markdown mit Überschriften und Link-Listen.

Conversion-Rate-Optimierung (CRO)

Systematische Verbesserung des Anteils an Besuchern, die eine gewünschte Aktion auf der Website durchführen — etwa ein Formular ausfüllen, etwas kaufen oder anrufen. Methoden: A/B-Tests, Friction-Reduktion in Formularen, klare Wertversprechen, gezielte Mikrotexte und Trust-Signale.

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